Mit ‘übergewicht’ getaggte Artikel

Fruchtzucker macht dick

Freitag, 14. Mai 2010

Ist der gestiegene Verbrauch von Fruchtzucker mit verantwortlich für die zunehmende Anzahl Übergewichtiger?  Eine deutsch-amerikanische Untersuchung lässt zumindest darauf schließen.

Wurde bis vor einiger Zeit Süßung alleine durch raffinierten Haushaltszucker erreicht, kamen später die Süßstoffe in Mode, die kalorienfreie Süße versprachen. Der aktuelle Trend aber ist die natürliche Süße aus Fruchtzucker. Allein in den USA hat sich der Verbrauch von fructose-haltibem Maissirup, das am häufigsten zum Süßen von Säften und Erfischungsgetränken verwendet wird, verhundertfacht. Parallel nahm die  Zahl der Übergewichtigen dramatisch zu, so dass Wissenschaftler einen Zusammenhang vermuteten.

Eine Untersuchung an Labormäusen unterlegt jetzt diese Annahme. Die Mäuse erhielten entweder eine 15%ige Fructoselösung, ein Saccharose- (Rohrzucker-)haltiges Erfrischungsgetränk (10% Saccharose), ein Süßstoff-haltiges Diät-Getränk ohne Kalorien oder Wasser. Die Mäuse, die die Fructoselösung tranken, nahmen im Vergleich zu den anderen Mäusen stärker an Gewicht und Körperfett zu und zeigten zudem einen Anstieg der Leberfette. Das Rohrzucker-haltige Getränk hatte nach den vorliegenden Daten keinen Einfluss auf die Gewichtentwicklung der Mäuse.

Überaschenderweise aßen die Mäuse, die mit der angebotenen Flüssigkeit zusätzliche Kalorien aufnahmen, weniger feste Nahrung als die Tiere, die nur Wasser oder das Diät-Getränk erhielten. Die Gesamtenergieaufnahme war daher bei allen Gruppen annähernd gleich.

„Da die Gewichts- und Fettzunahme der Tiere, die die Fructoselösung tranken, nicht auf eine gesteigerte Kalorienaufnahme zurückzuführen ist, ist anzunehmen, dass Fructose die Stoffwechseltätigkeit beeinflusst und auf diese Weise die Anreicherung von Körperfett begünstigt“, so die Erstautorin der Studie, Hella Jürgens. Es werden aber weitere Untersuchungen notwendig sein, um die Erkenntnisse auch in Bezug auf Menschen zu überprüfen, so die Experten.

Körperfett – nicht nur die Menge machts

Donnerstag, 29. April 2010

Dass Übergewicht ungesund ist, weiß heute jedes Kind. Doch weitest gehend unbekannt ist, dass es verschiedene Arten von Körperfett gibt und dass diese unterschiedlich gefährlich sind.

Bei Männern sitzen die Polster bekanntlich am ehesten in der Körpermitte, sie tun sich durch den so genannten Schmerbauch oder Bierbauch hervor. „Alles bezahlt“, witzeln sie gerne. Doch das Bauchfett, das größtenteils im Innern der Bauchhöhle sitzt, birgt eine beträchtliche Gefahr. Dieses viszerale Fett ist nämlich leicht lösbar, wird in freie Fettsäuren umgewandelt und schwimmt so im Blut mit. Hier kann es leicht die Blutgefäße am Herz und im Gehirn verstopfen und so einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen. Auch das Diabetes-Risiko ist größer, je mehr viszerales Fett der Organismus aushalten muss.

Diesen Gefahren sind Frauen nicht ganz so sehr ausgesetzt, da ihre Fettpolster sich gerne an Oberschenkeln und Po ansetzen. Die Reiterhosen gehören zu den schwer mobilisierbaren Fettarten. Vorteil: Es schwimmen weniger Fettsäuren im Blut. Nachteil: Abnehmen an den „richtigen Stellen“ ist ein Geduldspiel.

Doch für Männer wie Frauen gilt – Körperfett belastet den Organismus. Besonders die Leber muss geschützt werden, denn beim Abbau der Fettsäuren entstehen Abfallprodukte in Form von Ketonkörpern. Diese gilt es auszuleiten, was mit pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln nebenwirkungsfrei möglich ist. Übrigens ist die Menge der Abfallprodukte höher, je mehr Fett und Eiweiß man isst. Von einseitigen Diäten wie der Atkins-Diät (die vorschreibt, dass man nur Fette und Eiweiß zu sich nimmt) raten daher Gesundheitsexperten ab.

Schlafmangel macht dick

Mittwoch, 28. April 2010

Kinder, die zu wenig schlafen, leiden häufig unter Übergewicht. Eine Untersuchung kanadischer Wissenschaftler lässt jetzt auf einen kausalen Zusammenhang zwischen der Schlafdauer von Kindern und ihrem Körpergewicht schließen. Schliefen die von ihnen studierten Kinder pro Nacht höchstens zehn Stunden, wiesen sie gut 3,5-mal häufiger Übergewicht auf als solche, die mindestens zwölf Stunden Schlaf bekamen. Für die Studie wurden 422 Schulkinder im Alter von fünf bis zehn Jahren gewogen vermessen und durch umfangreiche Befragungen die genauen Lebensumstände und Alltagssituationen festgestellt.

20 Prozent der Jungen und 24 Prozent der Mädchen waren entsprechend dem international anerkannten Body-Mass-Index (BMI) als übergewichtig einzustufen. Die Befragungen ergaben unterm Strich, dass sie weniger lange nächtliche Ruhephasen einhielten als ihre schlanken Altersgenossen. Weitere Unterschiede, zum Beispiel was die tägliche Bewegungsdauer oder aufgewendete Zeiten für Fernsehen und Computerspiele anging, können im Zusammenhang mit den Lebensgewohnheiten in Verbindung mit der Schlafdauer stehen.

In den letzten Jahrzehnten sei die Häufigkeit von Übergewicht bei jungen Erwachsenen rapide gestiegen, während ihre mittlere Schlafdauer um ein bis zwei Stunden gesunken sei, so begründeten die Wissenschaftler die Studie. Möglicherweise bestehe zwischen beiden Trends ein kausaler Zusammenhang. Schlafmangel senkt den Spiegel von Leptin, einem Hormon, das den Stoffwechsel aktiviert und den Hunger reduziert. In jedem Fall sollten Eltern darauf achteten, dass der Nachwuchs neben reichlich Bewegung auch genügend Schlaf bekomme.

Die Gefahr, als Erwachsener unter Übergewicht zu leiden, ist umso höher, je dicker man als Kind ist. Galt früher noch die Regel, dass die Kinder irgendwann „nach oben“ wachsen, ist heute davon auszugehen, dass Hänschens ungesunde Ess- und Lebensgewohnheiten sich auch im höheren Alter fortsetzen und Hans’ Fettpölsterchen nähren.

Mikrobewegung statt Marathon

Donnerstag, 22. April 2010

Wer Rat sucht, wenn es um Sport zum Abnehmen geht, erhält meist die üblichen Vorschläge: Ausdauersport wird empfohlen. Radfahren, Schwimmen, Joggen, Walking…. Es folgt der gute Vorsatz und dann – der Alltag. Heute keine Zeit, morgen keine Lust und am Wochenende andere Pläne. Nur zu bald bleiben die neu erstandenen Laufschuhe im Regal stehen.

Dass man nicht unbedingt den Modetrends der Fitness-Gurus folgen muss, um die Linie zu halten, fanden jetzt Stoffwechselexperten der Mayo-Klinik in Rochester (USA) heraus. Sie wollten wissen, warum manche Menschen schlank und andere dick bleiben – auch wenn beide keinen Sport treiben. Daher steckten sie eine Versuchsgruppe für 10 Tage in Spezial-Unterhosen. Diese registrierten rund um die Uhr jede auch noch so kleinste Bewegung ihrer Träger.

Das Ergebnis: Die schlanken Sportmuffel waren durch die Bank deutlich aktiver, als die stämmigeren Probanden. Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen verbrauchten sie im Schnitt 350 Kilokalorien mehr pro Tag, und das alleine durch alltägliche Bewegungen. Ob es der Extra-Gang zur Wäsche-Leine (im Büro zum Kopierer) war, ein ungeduldiges Trampeln vor der Kaffeemaschine oder die schnelle Treppe zwischendurch, die zu Fuß oftmals schneller bewältigt ist als im Fahrstuhl… Die vielen unauffälligen, spontanen „Workouts“, die so genante Mikrobewegung,  brachten tatsächlich einen Energieverbrauch von einer halben Tafel Schokolade pro Tag. Die von vornherein als übergewichtig eingestuften Versuchspersonen schienen diese Bewegungen gezielt zu vermeiden. Sie waren laut Unterhosen-Test Tag für Tag zweieinhalb Stunden weniger in Bewegung.

Fazit: Wie schon Oma sagte – Jeder Gang macht schlank. Beim Decken des Frühstückstisch jeden Teller einzeln auftragen – das hält schlanker als das Müsli danach!

L-Carnitin – untentbehrlich zum Abnehmen

Mittwoch, 21. April 2010

L-Carnitin ist eine Schlüsselsubstanz für Fettverbrennung. Um aus Fetten Energie zu gewinnen, müssen die Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert werden, die man auch als „Kraftwerke der Zelle“ bezeichnet. Dort werden die Fettsäuren abgebaut und in Energie umgewandelt. Träger der Fettsäuren ist L-Carnitin. Herrscht ein Mangel an diesem Nährstoff, wird weniger Fett verbrannt.

Eine geringe Menge an L-Carnitin stellt der Körper selbst her, auch wird es mit der normalen Nahrung – vor allem mit Fleisch – aufgenommen. Bei einer fleischarmen Kost kann also der L-Carnitin-Spiegel zu niedrig sein. Vermindert wird er außerdem durch Sport. Insofern ist es wichtig, L-Carnitin von außen zuzuführen. Wenn während des Workouts der L-Carnitin-Spiegel sinkt, nimmt der Körper seine Energie nicht mehr aus dem Fett sondern aus Eiweiß, also aus der Muskelmasse. Ein Effekt, den niemand erzielen will. Eine Supplementation mit L-Carnitin erhält die Muskelmasse und verbessert den Fettabbau. Sie beugt außerdem vorzeitigen Ermüdungserscheinungen beim Ausdauersport vor und verkürzt die Erholungszeit.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat diese positiven Effekte von L-Carnitin bestätigt. Verschiedene Studien brachten eindeutige Ergebnisse:

- 100 Übergewichtige wurden in zwei Gruppen geteilt. Nach drei Monaten ergab sich, dass die Gruppe, die täglich drei Gramm L-Carnitin erhielt, durchschnittlich 25 Prozent mehr Gewicht verloren hatte, als die Vergleichsgruppe.
- In einem Programm mit Ernährungserziehung, Bewegungstraining und Kalorienrestriktion nahmen von 18 übergewichtigen Probanden diejenigen, die täglich 2 Gramm L-Carnitin nahmen, im Schnitt 4,6 Kilo mehr ab (Sufeng et.al.)1997)
- Eine andere Studie mit Übergewichtigen ergab unbefriedigende Ergebnisse, wenn bei der Diät nur auf Fettreduktion geachtet wurde. Als aber eine Nahrungsergänzung mit viel Ballaststoffen, Chrom-Piccolinat und L-Carnitin verordnet wurde, führte dies zu Verlust von Körpergewicht und Fettmasse. Der Cholesterinspiegel sank, die Patienten fühlten sich energievoller und hatten weniger Hunger. Auch der Heißhunger auf Süßes sank. Dies ist ein Effekt der Beigabe von Chrom (u.a. in Xenadrine)

Als Fazit dieser und anderer Studien empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Ergänzung zu Ernährungsumstellung und Fitnessprogramm die Supplementation mit L-Carnitin, wenn Gewicht abgebaut werden soll. Mehr Infos zu L-Carnitin

Fast Food macht Kinder dick

Montag, 19. April 2010

Vermutet wurde es schon lange, jetzt lieferten Wissenschaftler des Forschungsinstitutes für Kinderernährung (FKE) der Universität Bonn den Beweis: Fritten, Hamburger, Pizza und Co machen dick, und das schon in jungen Jahren.

Fast jeder dritte männliche Jugendliche geht mindestens einmal pro Woche in einen Imbiss, bei den Mädchen ist die Zahl halb so hoch. Die umfangreiche Untersuchung des FKE ergab, dass Jungen und Mädchen, die häufig Fast Food essen, einen höheren Body-Mass-Index haben als ihre Altersgenossen.

Fast-Food-Gerichte sind meist reich an Fett und Energie. Wahre Kalorienbomben sind die beliebten „Menues“ aus beispielsweise Hamburger, Pommes frites und einem zuckerhaltigen Softdrink. Mehr als 1300 Kilokalorien kommen bei einem derartigen Kombigericht aufs Tablett – und diese Menge wird häufig nur als Snack für zwischendurch verzehrt. Laut FKE reicht für Zehn- bis Zwölfjährige selbst für ein Hauptgericht eine Kalorienmenge von 550 aus.

Bis zu 15 Prozent mehr Kalorien als ihre Altersgenossen nehmen Fast-Food-Fans denn auch im Schnitt zu sich. Gleichzeitig essen sie meist weniger Gemüse und Obst und nehmen daher zu wenig Vitamine und Ballaststoffe zu sich. Und: die Mahlzeit aus der Frittenbude stillt den Hunger nur kurz. Der hohe Glykämische Index der Gerichte führt zunächst zu einer starken Blutzuckererhöhung, die aber von einer Unterzuckerung abgelöst wird, die schnell wieder Hunger auslöst.

Ein Verbot von Fast Food ist laut FKE abzulehnen. Es würde Burger und Fritten erst recht attraktiv machen. Eltern sollten grundsätzlich auf eine gesunde Ernährung achten, dann verursache ein gelegentlicher Besuch im Schnellrestaurant keinen Schaden. Von den umfangreichen Menüs raten die Experten allerdings grundsätzlich ab.